Architekturb├╝ro Schiele
Energie
Energiesparendes Bauen und Sanieren. Ein Thema dem wir uns schon seit 1994 intensiv widmen.
   
In unserer Arbeit dokumentiert sich das durch mehrere Passivhäuser und viele Altbauten mit dem energetischne Stand eines Neubaus. Dafür erhielten wir 2007 einen dritten Umweltpreis der Heimatsmühle.
 
Energieausweise für Alt- und Neubauten gehören ebenso zu unseren  Leistungen wie auch die staatlich geförderten Energieberatungen (BAFA) und die Unterstützung bei den Anträgen für Fördergelder der KfW.






Auszug aus einer Pressemeldung der Verbraucherzentrale:


Unwahrheiten über die Wärmedämmung


Ob Schimmel, Algen, Atemnot – die Verbraucherzentrale geht einigen Fehlaussagen zum baulichen Wärmeschutz auf den Grund.

„Dämmen ist teuer und schlecht fürs Gebäude“, solche Meldungen verunsichern derzeit sanierungswillige Hausbesitzer. Die sind angesichts der steigenden Energiekostendiskussion ratlos, welche Maßnahmen sinnvoll sind. „Bei Dämmmaßnahmen ist diese Sorge unbegründet. Sie steigern den Wohnkomfort und sparen Energie“, so Birgit Holfert, Energiereferentin der Verbraucherzentrale. Hier die Fakten zur Entkräftung der größten Irrtümer.
„Gedämmte Häuser schimmeln.“: Das Gegenteil ist der Fall. Auf Grund einer Außendämmung steigt die Oberflächentemperatur auf der Innenseite der Wand. Ungedämmte Wände sind dagegen im Winter auch innen ziemlich kalt. Feuchtwarme Raumluft kühlt dort ab, und die relative Luftfeuchtigkeit steigt. Bereits ab einer Oberflächenfeuchte von 80 Prozent wächst dort der Schimmel. Denn dieser braucht neben der Feuchtigkeit nur wenig „Nahrung“, die er bequem auf der Tapete findet. Eine gute Dämmung reduziert daher das Schimmelpilzrisiko, weil es weniger kalte und damit feuchte Ecken im Haus gibt.
„Die Wände können nicht mehr atmen.“:
Eine intakte, rissfreie Wand atmet grundsätzlich nicht. Der Luftaustausch erfolgt ausschließlich über das Lüften (Fenster, Lüftungsanlage) oder eben unkontrolliert durch Fugen und Ritzen. Die obige Aussage bezieht sich auf den Feuchtetransport per Wasserdampfdiffusion durch Bauteile. Dieser ist allerdings sehr gering und spielt bei der Feuchteabfuhr keine Rolle. Wichtig ist hingegen, dass der Innenputz hohe Werte an Luftfeuchte puffern und - nach dem Lüften - wieder an den Innenraum abgeben kann. Eine moderne, außen liegende Dämmung hält die Wand hingegen warm und damit trocken.
„Häuser dürfen nicht zu dicht sein.“:
Das Gegenteil ist richtig. Jeder weiß, dass durch Fugen unnötig viel Energie verloren geht. Was aber noch schwerer wiegt ist das damit verbundene Risiko eines Bauschadens: Durch undichte Stellen wie Fugen und Ritzen strömt im Winter feuchtwarme Luft nach draußen. Auf diesem Weg kühlt sie sich ab und die Feuchtigkeit kondensiert in Hohlräumen aus. So kann es in den Fugen zu Schimmelbildung kommen. Dies sieht man meist gar nicht und kann dann auch nicht reagieren. Der Luftwechsel über Fugen reicht hingegen selbst bei großen Undichtigkeiten nicht aus. Daher gilt: Luftdicht ist Pflicht und gelüftet wird über die Fenster oder eine Lüftungsanlage.
„Dämmung erhöht die Brandgefahr“:
Das hängt vom Dämmstoff und der korrekten Verarbeitung beim Einbau ab. Mineral- und Steinwolle, Mineralschaumplatten sowie Perlite sind z.B. überhaupt nicht brennbar. Bei Wärmedämmverbundsystemen (WDVS) und deren Ausführung mit Polystyrolplatten muss aber zwingend ein sogenannter Brandriegel mit Mineralwolle eingefügt werden, um das Risiko einer schnellen Brandausbreitung über die Fassade zu reduzieren. Werden Dämmmaßnahmen korrekt unter Beachtung aller Brandschutzbestimmungen durchgeführt, besteht keine erhöhte Feuergefahr. Im Vergleich mit der Gesamtzahl aller Hausbrände spielen Wärmedämmverbundsysteme praktisch keine Rolle.
„Die Außenwände veralgen“: Hier sind vorrangig die WDVS als Verursacher an den Pranger gestellt worden. Richtig ist, dass die äußere Putzschicht bei gedämmten Wänden eine niedrigere Temperatur hat und damit das Abtrocknen von Regen- und Kondenswasser verzögert. Grundsätzlich sind für den mikrobakteriellen Befall jedoch noch mehr Komponenten ausschlaggebend: Die Bewitterung, die Himmelsrichtung, die Nähe zu Bäumen und Sträuchern und der fehlende Schutz durch vorspringende Bauteile (Dachüberstand, Fensterbank, Erker, Vordach). Idealerweise sollte daher bei Neubauten ein konstruktiver Witterungsschutz mit geplant werden. Auch die Wahl eines dickeren Deckputzes kann durch die höhere Speicherung der Strahlungswärme zu etwas höheren Temperaturen der Putzoberfläche führen.
„Dämmung amortisiert sich nicht“:
Richtig ist: Dämmung lohnt sich, insbesondere bei einem schlechten Ausgangszustand, aber je nach Maßnahme dauert das seine Zeit. Entscheidend sind dafür die Kosten der Dämmung, die Energieeinsparung und vor allem die künftigen Steigerungen der Energiepreise. Nötig ist immer eine Einzelfallbetrachtung im Rahmen einer Energieberatung und anschließend die richtige Ausführung der Dämmmaßnahmen durch die Handwerker. Wichtig ist, den richtigen Zeitpunkt für eine Maßnahme nicht zu verpassen. Wenn z.B. ein Gerüst bereits steht und beispielsweise ohnehin der Putz erneuert oder die Fassade neu gestrichen werden muss, so fallen die zusätzlichen Kosten der Dämmung deutlich weniger ins Gewicht. Der kontinuierliche Anstieg der Energiepreise sorgt dafür, dass die Einsparungen mit der Zeit lukrativer werden. Außerdem ist die Investition heute kalkulierbar, während hinsichtlich der Energiepreise wenig Planungssicherheit herrscht. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung sollte berücksichtigen, dass viele Sanierungsmaßnahmen z.B. auf Grund neuer Standards oder der Instandhaltung irgendwann ohnehin angegangen werden müssen. Unter Umständen können dafür auch Fördermittel in Anspruch genommen werden.